Heilpraktiker - Ein Beruf mit Zukunft

Gestalten Sie sie mit!

Aus vielen verschiedenen Gründen sind wir der Meinung, dass unser Beruf eine positive Zukunft hat:

  • Das Bewusstsein für Umwelt und Natur wächst stetig. Das Interesse der Bevölkerung ist riesengroß, sogar die Medien berichten heutzutage objektiver über Heilpraktiker und Naturheilkunde als noch vor wenigen Jahren, z.T. befürworten sie sogar sehr stark. Etwa 70% der Bundesbürger würden bzw. möchten sich naturheilkundlich behandeln lassen.
  • Heilpraktiker bieten eine sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin und Alternative zu den Auswüchsen der Schulmedizin.
  • Umwelterkrankungen, chronische und psychosomatische Erkrankungen, Allergien nehmen zu. All dies sind Krankheiten, die sehr gut auf naturheilkundliche Verfahren ansprechen.

Wir sind davon überzeugt, dass auch und gerade zukünftig gute Heilpraktiker gebraucht werden und in guten Praxen erfolgreich sein können.

Die Basis hierfür muss geschaffen werden durch eine fundierte Ausbildung, persönliche sowie fachliche Kompetenz und solide Praxisführung der einzelnen Kollegen und durch eine engagierte Berufspolitik der Heilpraktikerverbände.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, tragen Sie aktiv dazu bei!

  • Unser Krankenkassensystem ist marode. Vieles müssen die Patienten sowieso schon selbst zahlen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass immer mehr Behandlungskosten in Zukunft selbst bezahlt werden müssen. Dann zählt nur noch die Qualität des Behandlers und seiner Therapie, jedoch kaum noch, ob es sich um einen Arzt oder um einen Heilpraktiker handelt. Viele Private Krankenkassen erstatten die Rechnungen (Liquidationen) von Heilpraktikern relativ problemlos. Es gibt außerdem Zusatzversicherungen für heilpraktische Behandlungen, die besonders für Familien empfehlenswert sein können.
  • Das Interesse für Naturheilkunde war noch nie so groß wie heute - Tendenz jedoch immer noch steigend!
  • Der Heilpraktiker hat einen guten Ruf. Schon seit Jahrzehnten gilt er nicht mehr als "Kurpfuscher" - im Gegenteil!
  • Heutzutage gehen nicht mehr nur „Ökos und Alternative“ zum Heilpraktiker. Vielmehr besteht die Heilpraktiker-Klientel aus Menschen aller Altersgruppen und Bevölkerungskreise, aller sozialen und gesellschaftlichen Schichten. Darüber freuen wir uns besonders!
  • Wir bieten im Gegensatz zur Leitlinien-normierten Behandlung in den Kassenarztpraxen eine große Therapiefreiheit und Therapievielfalt - individuelle Therapien für individuelle Patienten.
  • Durch Aufklärung und Information werden die Patienten verantwortungsvoller gegenüber sich selbst. Sie wollen aktiv an ihrem Genesungsprozess mitarbeiten.
  • Die Krankheitsvorbeugung (Prävention) hat einen enormen Stellenwert bekommen. Hier gilt: Informieren - nicht missionieren!
  • Es wird immer mehr alte Menschen geben, die Heilpraktikerpraxen besuchen. Wir sind Experten darin, die Lebensqualität im Alter zu erhalten.
  • Immer mehr psychosomatische und psychotherapeutisch zu behandelnde Erkrankungen fordern den Heilpraktiker als Ansprechpartner, Lebensberater und - bei entsprechender Ausbildung - als Psychotherapeuten.

Ein guter Heilpraktiker wird auch in Zukunft gebraucht werden – vielleicht sogar noch mehr als heute!

Heilpraktikerverbände: "Heilpraktikerberuf bleibt wichtiger Bestandteil des Gesundheitswesens!"

KÖLN/MÜNSTER. "Das Jahr 2017 war ein aufregendes Jahr. Insbesondere für den Heilpraktikerberuf. Selten standen wir, so wie in diesem Jahr, im Kritikfeuer der Öffentlichkeit und haben diese Krise erfolgreich überwunden" – ohne den "Münsteraner Kreis" um die Medizinethikerin Professor Bettina Schöne-Seifert wörtlich zu erwähnen, erklären mit dem Verband Unabhängiger Heilpraktiker und dem Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater zwei große Branchenverbände die Auseinandersetzung für beendet.

Rückblick: Im August preschte der neu gegründete Mnsteraner Kreis um Schöne-Seifert, Professorin für Medizinethik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, vor und plädierte für die Abschaffung des Heilpraktikerberufes oder alternativ die Einführung sogenannter "Fach-Heilpraktiker". Dies sind nach Ansicht der 17-köpfigen Expertengruppe die einzigen Optionen, um das "Missverhältnis von Qualifizierung und Befugnissen der Heilpraktiker zu korrigieren, ohne dabei die Selbstbestimmungsrechte der Patienten ungebührlich zu beschränken", wie es in ihrem "Münsteraner Memorandum Heilpraktiker" heißt.

Der Vorstoß rief den Dachverband Deutscher Heilpraktikerverbände (DDH), dem nicht alle Berufsverbände der Heilpraktiker angeschlossen sind, auf den Plan – mit dem dezenten Hinweis auf den Kollateralschaden dieser Aktion für alle Ärzte, die ihren Patienten Therapieoptionen der Alternativmedizin offerieren.

Die Äußerung der beiden großen Heilpraktikerverbände zum Ende der Münsteraner Debatte findet sich in den Einführungen zu einer am Freitag veröffentlichten Umfrage zum Heilpraktikerwesen in Deutschland.

"Der Heilpraktikerberuf war, ist und bleibt wesentlicher Bestandteil des deutschen Gesundheitswesens! Jetzt ist es an der Zeit, unsere Position festigen, zu sichern und Medien und Öffentlichkeit über unseren Berufsstand aufzuklären", heißt es. (maw)

Ärzte Zeitung online, 27.12.2017