Wie behandelt ein Heilpraktiker?

Zur Heilung begleiten - über unendlich viele Wege

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Ursprung des Wortes "Therapeut". Das griechische Stammwort "therapaia" bedeutet "Begleiter". Wenn wir therapieren, begleiten wir unseren Patienten auf seinem Weg zur Gesundung. Doch diesen Weg muss der Patient letztendlich selber gehen.

Als Heilpraktiker haben wir vielfältigste Möglichkeiten. Wir können uns entscheiden, welche der zahlreichen (ca. 3000!) Therapieverfahren wir erlernen und anwenden wollen. Wir haben die Wahl.

Voraussetzung für eine verantwortungsvolle Therapie ist immer das Wissen um die eigenen Grenzen und um die Grenzen der Naturheilkunde. Dazu gehören eine realistische Selbsteinschätzung und die Fähigkeit, Krankheiten zuverlässig diagnostizieren zu können.

Vor die Therapie ist also immer die Diagnose gestellt. Die meisten Heilpraktiker bedienen sich hierbei der üblichen schulmedizinschen Verfahren (Blutdruckmessung, Inspektion, Abhorchen, Abtasten, Reflexprüfungen, Laboruntersuchungen, etc.) und kombinieren sie mit heilpraktikertypischen, naturheilkundlichen Verfahren - z.B. Augendiagnose, Kinesiologie, Reflexzonendiagnose, Haarmineralanalyse, etc.

Für Therapie und Diagnose gibt es einige Grundregeln:
• Die Verfahren basieren auf den Naturgesetzen und haben zum Ziel, die natürliche Ordnung wieder herzustellen.
• Die Selbstheilungskräfte werden aktiviert, um die Funktionen und Wechselwirkungen der Körperorgane und das Zusammenspiel von Körper, Seele und Geist zu harmonisieren.
• Die Methoden entstammen der Erfahrungsheilkunde zum Teil jahrtausendealter Traditionen und werden durch neue Erkenntnisse ergänzt.
• Ein wichtiger Grundsatz ist das "nil nocere", das "nicht schaden".